
Wohin fliegen
Lissabon (LIS) ist das Haupttor und die Wahl, zu der wir die meisten raten: Es liegt rund 1,5 Stunden von Nazaré entfernt, hat die größte Auswahl an Flügen, und jede Weiterfahrt — Auto, Bus, Bahn oder Transfer — beginnt von dort sauber. Porto (OPO) funktioniert als Alternative, vor allem bei einem günstigeren Tarif oder wenn du Nazaré mit dem Norden des Landes verbindest. Porto liegt aber mit rund 2 Stunden Fahrt weiter weg, die Verbindungen sind länger und seltener.
Unsere einfache Regel: Flieg nach Lissabon, außer ein Porto-Flug ist klar günstiger oder passt besser zum Rest deiner Route. Willst du deine Anreise auf ein Wellenfenster legen, lohnt vor der Buchung ein Blick auf die Vorhersage — die größten Tage ziehen Menschenmengen an und füllen den Ort schnell.
Von Lissabon mit dem Auto
Die schnellste und flexibelste Variante: gut 1 Std. 30 über die Autobahn A8. Maut etwa 4,85–7,05 € je nach Route, elektronisch erhoben (Via Verde) — lass dir vom Mietwagenanbieter einen Transponder geben. Mietwagen gibt es am Flughafen Lissabon ab rund 10 € pro Tag.
Dieser Punkt mit der elektronischen Maut ist wichtiger, als viele beim ersten Mal denken. Portugals Autobahnen haben keine Mautstationen zum Bezahlen; die Brücken lesen deinen Transponder und rechnen automatisch ab. Ist kein Via-Verde-Gerät im Wagen oder fährst du deinen eigenen Wagen ohne Anmeldung, werden die unbezahlten Mautbeträge später zu Bußgeldern. Prüfe also vor der Abfahrt vom Flughafen, dass der Transponder im Auto ist, und heb die Mietunterlagen auf.
Ein Auto ist die beste Wahl, wenn du dem Swell über mehrere Tage folgen willst: Vorhersagen verschieben sich, der Wind bevorzugt von einem Morgen zum nächsten mal diesen, mal jenen Küstenabschnitt, und mit eigenem Fahrzeug bist du zum ersten Licht an den Aussichtspunkten oder wechselst zum nächsten Break. Wenn das dein Plan ist, lies unseren Erste-Mal-Guide, wie die großen Tage wirklich ablaufen, und schau vor der Abfahrt in die Webcam.
Von Lissabon mit dem Bus — die einfache Wahl
Ohne eigenes Auto empfehlen wir genau das: günstiger als Mietwagen mit Sprit und Maut und nur etwa 20 Minuten langsamer als mit dem Auto. Rede Expressos fährt ab Sete Rios in rund 1 Std. 50 — etwa 10,80 €, ca. fünf Abfahrten täglich (09:00–20:00). Zusätzlich gibt es eine tägliche Verbindung ab Oriente ab 6 €. Der Bus hält nahe der Strandpromenade; der letzte Bus zurück ab Nazaré fährt gegen 18:40.
Auch FlixBus bedient die Strecke an manchen Tagen und lohnt einen Preisvergleich neben Rede Expressos, wenngleich der Fahrplan dünner ist. Beide sind bequeme, klimatisierte Reisebusse, und weil sie dich nahe am Strand absetzen, läufst du zu den meisten Unterkünften direkt zu Fuß, ohne Taxi.
Der eine Punkt, den du einplanen musst, ist der letzte Bus zurück gegen 18:40. Kommst du nur für einen großen Tag und willst die Sets am späten Nachmittag sehen, gehen dir womöglich die Rückverbindungen aus — plane also eine Übernachtung ein oder prüfe die Zeiten des Tages genau.
Von Lissabon mit der Bahn
In Nazaré selbst gibt es keinen Bahnhof. Züge fahren über Caldas da Rainha nach Famalicão da Nazaré, rund 8 km außerhalb — von dort bringen dich Bus oder Taxi ans Ziel. Mit 3 Stunden oder mehr (ca. 9,65 €) ist es die langsamste Option; für die meisten ist der Bus die bessere Wahl.
Ehrlich gesagt: Die Bahn ist der langsamste Weg, und der Umstieg in Famalicão bringt ein umständliches letztes Stück mit Gepäck. Sinnvoll bleibt sie in wenigen Fällen — wenn du Bahnfahren einfach magst, wenn du ohnehin von einer anderen Stadt auf der Strecke kommst oder wenn die Buszeiten nicht zu deinem Tag passen. Ansonsten ist sie eher Reserve als Plan.
Von Porto
Etwa 2 Stunden mit dem Auto, allerdings höhere Maut — rund 17,20 € pro Richtung. Mit dem Fernbus 2 Std. 45 bis 4 Std. je nach Verbindung, ab rund 5 €, ab Campo 24 de Agosto bis nahe der Praia da Nazaré.
Bist du in Porto (OPO) gelandet, gelten für die Fahrt nach Süden dieselben Regeln zur elektronischen Maut — der Via-Verde-Hinweis von oben bleibt also gültig. Der Bus ab Campo 24 de Agosto ist die günstige Route, aber wegen der breiten Zeitspanne lohnt der Vergleich der Direktverbindungen mit jenen über einen Umstieg.
Privattransfer oder Taxi
Für Gruppen, Familien mit Ausrüstung oder alle, die spät landen, wenn die Busse längst nicht mehr fahren, ist ein Privattransfer oder Taxi die Tür-zu-Tür-Lösung. Du wirst an der Ankunft abgeholt und direkt zur Unterkunft in Nazaré gebracht — kein Umsteigen, kein Fahrplan. Es ist die teuerste Variante pro Fahrt, aber auf drei oder vier Personen mit Boards und Gepäck verteilt hält sie oft gut mit zwei Miettagen plus Sprit und Maut mit.
Buche vorab zum Festpreis, statt am Tag zu verhandeln, und gib dem Fahrer deine Unterkunftsadresse, damit du an der Tür abgesetzt wirst. Das ist auch die natürliche Wahl, wenn dein Flug nach dem letzten Bus gegen 18:40 landet.
Vor Ort unterwegs
Nazaré ist klein und gut zu Fuß zu erkunden, sodass du im Ort für den Alltag selten ein Auto brauchst. Der historische Ascensor (Standseilbahn) verbindet den Strand mit dem Klippenviertel Sítio und überwindet rund 380 m für 1,50 € einfach / 2,90 € hin und zurück. Von oben erreichst du den Leuchtturm und die Big-Wave-Aussichtspunkte über der Praia do Norte, von wo die berühmten Wintersets beobachtet werden.
An einem großen Vorhersagetag füllt sich der Ort schnell: Der Parkplatz oben an der Klippe und die Straßen um Sítio können schon am Vormittag voll sein — komm also früh, lass das Auto unten und nimm die Standseilbahn oder geh zu Fuß hoch. Unser Erste-Mal-Guide geht genauer auf das Timing der Menschenmengen ein, und es gibt viel jenseits der Wellen — sieh dir die Aktivitäten und den Events-Kalender an, wenn du den Rest deines Aufenthalts planst.
Preise und Fahrpläne ändern sich saisonal — prüfe die Anbieter vor der Reise.
Welche Option zu dir passt
- Auto — am besten, wenn du mehreren Swells folgen, zum ersten Licht an den Aussichtspunkten sein oder nach eigenem Zeitplan zwischen Breaks wechseln willst.
- Bus — der beste Kompromiss, wenn du ohne Auto und preisbewusst reist; bequem, günstig und nahe am Strand, nur den letzten Bus im Blick behalten.
- Bahn — nur, wenn du Bahnfahren liebst oder ohnehin auf der Strecke bist; es ist der langsamste Weg.
- Privattransfer oder Taxi — ideal für Gruppen, viel Ausrüstung oder eine späte Ankunft, wenn die Busse nicht mehr fahren.
Was du auch wählst: Leg deine Termine mit der Vorhersage und der Webcam zusammen, damit du ankommst, wenn das Meer die Reise wert ist.